Content – woher nehmen und nicht stehlen?

Jeden Morgen dasselbe Theater – ich brauche frischen Stoff. Sie wissen schon, das Zeug, von dem ein Social-Media-Manager nie genug bekommen kann: Content!

Die Kunden rufen nach frischen Posts, Tweets, Meldungen und Updates. Ihr gutes Recht, denn auch dafür bezahlen Sie uns. Immerhin, bis zu 40% des täglich gespielten Social-Media-Contents liefern sie uns ja schon: Webseiten-Updates, neue Webinare, Pressemitteilungen, Live Coverage von Events – aber wir haben uns ja im Pareto-Sinne zum Ziel gesetzt, na gut, nicht ganz 80/20, aber zumindest 60/40 zu spielen, also mehr externe Artikel als „owned content“.

Als Follower, Friend oder Gruppenmitglied macht es einfach mehr Spaß, einen Mix aus externem Content und internen News zu lesen, als wenn Firmen nur um sich selbst kreisen (was leider immer noch alles andere als selten anzutreffen ist). Um dem Anspruch gerecht zu werden, müssen wir dann aber auch jeden Tag X Posts basierend auf solchem externen Quellen liefern. Wobei X je nach Kunde schwankt.

Man könnte ja nun jeden Tag 100 externe Webseiten aufrufen und scannen, aber bei X Kunden mit Y Themen und jeweils Z Posts pro Tag – wer will das schon? Ich nicht…

Das hier sind die Alternativen:

  • Twitter-Listen anlegen: Nett – aber wenn Sie, wie wir, über 600 Quellen in D-A-CH, UK und USA verfolgen nicht wirlkich praktisch (da läuft der Screen schneller über, als ich mir einen Espresso brühen kann).
  • Hootsuite: Tolles Tool, aber trotz zahlreicher Erweiterungen nicht wirklich dafür gemacht.
  • Externe Content-Agentur: Hört sich gut an, leider sind wir bisher mit allen Zulieferern unzufrieden.
  • Es gibt noch X andere Möglichkeiten, die wir alle am Ende verworfen haben.

Stattdessen haben wir uns eine eigene „RSS Content Factory“ gebaut.

 Begonnen hat alles mit dem Google-Reader, Gott hab ihn selig. Als Google ihn beerdigt hat (und wir uns von dem Schreck erholt haben), sind wir zu Feedly gewechselt und haben den Schritt nie bereut. Über die Jahre haben wir RSS-Feeds aller wichtigen Medien, Analysten, Blogs und Co. in die Factory aufgenommen.

Heute liefert sie uns täglich über – festhalten, ich glaub’s selbst kaum – 8.000 Artikel, Tendenz wachsend. Neben den Feeds von über 600 Quellen sucht Feedly für uns nach mehr als 100 Suchbegriffen und Firmennamen (über Alerts), schließlich kann ja auch mal ein Artikel über Kunde Wichtig in einem Medium auftauchen, das wir noch nicht scannen. Content finden ist dank Feedly heute kein Thema mehr.

Nur das tägliche Scannen der 8.000 Artikel macht mir noch Kopfzerbrechen, Sie kennen nicht zufällig jemand mit schneller Auffassungsgabe, dickem Fell und viel Freizeit?

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